01/2018 Ernährungsbildung


Cover 01/2018 Ernährungsbildung

Ernährungsbildung findet auch heutzutage primär im häuslichen, familiären Bereich statt, wenn man davon ausgeht,
dass Bildung vor allem Kinder und Jugendliche erreichen soll. Für diese Zielgruppe sind aber Kindergärten, Kindertagesstätten, Horte und Schulen mit Ganztagsbetrieb mit einem vorgeschriebenen Angebot der  Gemeinschaftsverpflegung immer mehr gefordert, Ernährungsbildung in der Praxis umzusetzen.


Ernährungsbildung umfasst nach Heindl (2003) das menschliche Bemühen sich eine gesunde Lebensführung
durch eine sinnvolle, unterstützende und begleitende Ernährungsweise aufzubauen. Berücksichtigt sind dabei soziale,
ökonomische und ökologische Aspekte eines selbst bestimmten und verantwortlichen menschlichen Handelns.
Ernährungsbildung dient also nicht nur dem Vermeiden ernährungsassoziierter Erkrankungen (Prävention), sondern es geht dabei um die Deckung des ernährungsphysiologischen Bedarfs und der Befriedigung individueller Ernährungsbedürfnisse verbunden miteinem pädagogischen Auftrag.


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,
wenn man davon ausgeht, dass Bildung vor allem Kinder und Jugendliche erreichen soll, dann finden wir auch heute noch die Situation vor, dass Ernährungsbildung vorwiegend im häuslichen Bereich stattfindet. Wenn wir jedoch den Begriff des lebenslangen Lernens einbeziehen, dann begegnen wir den unterschiedlichsten Bildungs-Partnern. Ernährungsstile ändern sich häufig situationsbedingt, dann löst eigenverantwortliches Entscheiden und Handeln das häusliche Vorbild ab.


Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ist Ernährung inzwischen eng mit Gesundheit und Lifestyle verbunden. Lebensmittel sollen umweltschonend und sozial verantwortlich hergestellt und verkauft werden, aber nicht zu teuer sein. Ob Entscheidungen, die dann gefällt werden, immer in die richtige Richtung gehen, das muss jeder und jede für sich entscheiden. Im fortgeschrittenen Alter kommt, häufig aus gesundheitlichen Gründen, eine oft schmerzhaft empfundene Trennung von liebgewonnenen Essgewohnheiten – eine erneute Umstellung steht im Rahmen der Care Gastronomie an. Ernährungsphysiologisch hochwertige und gastronomisch ambitionierte Speisen gilt es zu kreieren, um Menschen, die Kau- oder Schluckstörungen haben, verträgliche und appetitanregende Speisen anzubieten. Wieder muss Ernährungsbildung einsetzen.


Was bedeutet dies alles für die Hauswirtschaft?
Die meisten von uns arbeiten im stetigen Kontakt mit den genannten Personengruppen und sind für deren leibliches Wohl mitverantwortlich. Für diese sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen sind berufliche Kompetenzen
bei Auszubildenden, Ausbildern, Entscheidungsträgern und allen professionell in der Hauswirtschaft tätigen erforderlich. Deshalb darf auch die eigene Ernährungsweiterbildung nicht zu kurz kommen.
Sie wissen: Wer rastet, der rostet.


Deshalb nützen Sie die vielfältigen Angebote an Weiterbildung.
Einen Teil dazu wollen auch die Beiträge in diesem fundus beitragen.
Ich wünsche Ihnen interessante Lesestunden.

Ihre
Ruth Waizenegger

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Leseproben aus dem Inhalt

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