02/2017 Eine waschechte Innovation


Cover 02/2017 Eine waschechte Innovation

Textil- und Wäschemanagement gehören zu den wichtigen Themen der Hauswirtschaft. Von der Aufbereitung der Wäscheteile, der besonderen Sensibilität in Bezug auf persönliche Textilien von Bewohnern von Einrichtungen bis hin zur Entscheidungsfindung bei der Frage der richtigen Investitionen – Stichworte Technik, Umwelt und Nachhaltigkeit: M. Christine Klöber hat dieses Schwerpunktthema dieser Ausgabe aufgenommen und mit Gastautoren interessante Artikel für Sie bereitgestellt. 

 


Editorial

WÄSCHE

„Wäsche ist des Menschen Umäußerung. Das Innerste, also das Feinste,

Und soll immer das Reinste sein, wie im Menschen selber die Seele.

Was ihr immer auch fehle, die Sauberkeit fehle ihr nie.

Und schöner und schöner, wenn außerdem sie noch Wohlgeschmack,

einen freien Geist und das Verständnis für neueste Zeit

und für die Gesetze der Ewigkeit beweist.

Wie doch die innersten Blättchen der Blüten die innigsten sind –

Wäsche sollst wie dein Gewissen und wie dein Kind

peinlich pflegen und sorgsam behüten“.

Joachim Ringelnatz (1883 –1934),
Lyriker, Erzähler, Maler

 

Da hat sich Herr Ringelnatz schon früh über die Wäsche so seine Gedanken gemacht.

Sicher trieben ihn weniger Umluft- und Abluft, Wärmepumpen, Energiesparkonzepte, Programmlaufzeiten, Wärmerückgewinnung, Wärmepumpentechnologie, Restfeuchtesensoren, Spitzenlastabschaltung, Wartungs-App, Mengenstatistik, ... um.

Textilien aller Art zu managen, bedeutet, sich der Tragweite der Auswirkungen von Fehlern, ob bei der Planung einer Wäscherei oder der Aufbereitung der Wäscheteile selbst, bewusst zu sein. Alle Fachbereiche einer sozialen Institution hängen sozusagen am Gewebe. Die Klienten, deren persönliche Textilien bearbeitet werden, haben ein besonderes Anrecht auf sorgsamsten Umgang in allen Bearbeitungsschritten. So spannt der vorliegende fundus einen Bogen von der Wäschereiplanung bis zur zeitgemäßen Wasch- und Finish-Technik. Allein die Frage, warum sich der Begriff Finish durchgesetzt hat, bleibt unbeantwortet.

Abschließend kann festgehalten werden, dass das Thema Textilaufbereitung viel mehr als nur „viel Wäsche in möglichst kurzer Zeit zu bearbeiten“ zu bieten hat. Gerade in der aktuellen Fragestellung des nachhaltigen Agierens und der Sensibilität, die dieses Thema beinhaltet, sollte man seine Wäscherei mit allen dazugehörenden Ressourcen gut betrachten und sich bei geplanten Investitionen sehr genau mit den Möglichkeiten des Marktes beschäftigen. Dann ist die Wäscherei ein Vorzeigeobjekt und Marketinginstrument und kein ungeliebtes notwendiges Übel.

Eine ideengebende Lektüre wünscht Ihnen Ihre

 

M. Christine Klöber

KlöberKASSEL, Wissen für die Hauswirtschaft.

 

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